Um das fünfjährige Bestehen des HSV-Fanclubs Nesselröden gebührend zu feiern, hatte man weder Kosten noch Mühen gespart: Ein großes Festzelt, die notwendige „flüssige Versorgung“ und zwei richtig gute Bands, die dem Publikum einheizen sollten wurden organisiert.
Den „Anstoß“ für einen nicht nur für die Ausrichter „sportlich“ gestalteten Abend machten die fünf Jungs von „Polished“. Mit ihrer facettenreichen Mischung aus Pop, Rock und Fun-Punk setzten sich die Songs der Göttinger schnell im Gehörgang der Zuhörer fest. Radiotaugliche Ohrwürmer die zum Mitsingen und Tanzen anregten wurden mit viel Gefühl einem begeisterten Publikum vorgetragen.

Es waren besonders die melodiösen Balladen wie „Talking to my Heart“ oder „Another Day“ die bei den jüngeren (weiblichen) Zuschauern Gänsehaut-Feeling hinterließen.
Aber auch schnellere rockige Nummern wie „I am what I am“ oder „Trouble Bubble“ stießen auf ein positives Feedback. Es war schon beeindruckend, wie sich das Göttinger Quintett während der zweistündigen Bühnen-Show ins Zeug legte, um das Publikum davon zu überzeugen, dass man auch mit selbstkomponierten Stücken ein cover-verwöhntes Publikum mitreißen kann. Sicherlich kamen der Band dabei auch die zahlreichen Auftritte zugute, die sie seit ihrer Gründung Anfang 2000 bestritten haben.
Auf ebenfalls reichlich Bühnen- und Liveerfahrung können die Mitglieder von „MEX“ zurückblicken. Die achtköpfige Band, die als zweiter musikalischer Act an diesem Abend die Bühne betrat, gehört bereits seit Jahren zu den erfolgreichsten Cover-Band Mitteldeutschlands.

Visuelle Highlights
Mit ihrem aktuellen Repertoire aus aktuellen und auch älteren Stücken verwandelten sie das Festzelt in einen Hexenkessel. So gab es wohl nur wenige Songs, die die Zuschauer nicht von Anfang bis Ende mitsangen. Jedoch nicht nur musikalisch stellte die Band einen echten Leckerbissen dar, sondern auch optisch. Mit zwei Backgroundsängerinnen und einer einstudierten Choreographie wurde auch das Auge des Betrachters bedient. Ob mit dem Shoop-Shoop-Tanz aus dem Film „Meerjungfrauen küsst man nicht“ oder ihren glockenklaren Backings: die singenden Tänzerinnen trugen zu einem rundum gelungenen Programm bei. Das Nesselröder Publikum wusste es zu danken. Auf der Tanzfläche hätten die Fußballfreunde gar keinen Platz mehr für einen Ball gehabt – so blieb es von Vorteil, dass sich an diesem Abend die Bewegungen auf ausgelassenes Tanzen beschränkten. Nahezu in hypnotisches Schwingen konnte dabei der „MEX“-Fan versetzt werden, denn bunte, flackernde Lichter begleiteten das Konzert. Dank der aufwendigen Bühnentechnik, der Lichtshow und nicht zuletzt natürlich der Bands beherrschten weder Gedanken an König Fußball noch an den Kater am nächsten Morgen scheinbar die Köpfe der feiernden Fünfhundert: Party, Party, Party war allein angesagt



